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Symbolbild: Baden Rhinos

Baden Rhinos schlagen den Tabellenführer

Hügelsheim/Bietigheim-Bissingen (am) Es herrschte eine ausgelassene Stimmung in der Kabine nach dem Spiel der Baden Rhinos am Freitagabend in Bietigheim-Bissingen. Mit 5:2 (0:2/2:0/3:0) bezwangen die Nashörner den Tabellenführer und konnten nach sechs Niederlagen in Folge gegen den amtierenden Meister endlich wieder einen Dreier einfahren.

“Phantom-Tor” führt zu schnellem Rückstand

Harte Arbeit, leidenschaftlicher Einsatz und vor allem ein unbändiger Wille des gesamten Teams waren neben dem benötigten Glück ab dem zweiten Drittel maßgebend, denn im ersten Abschnitt sah alles noch ganz anders aus. Ganze vier Sekunden dauerte es, ehe Bietigheim durch ein „Phantom-Tor“ in Führung ging. Das Auftaktbully ging zum Hügelsheimer Verteidiger, der verstolperte, Timo Heintz eroberte die Scheibe und schoss gegen den Pfosten, von wo der Puck wieder auf das Spielfeld zurückprallte. Doch der Schiedsrichter hatte den Puck im Tor gesehen und erkannte den Treffer an. Die Rhinos haderten mit der Entscheidung und waren drei Minuten später noch immer nicht fokussiert, als Tim Heffner alleingelassenen ums Tor kurven und das 2:0 erzielen konnte. Als dann noch zwei zweifelhafte Strafzeiten gegen die Rhinos ausgesprochen wurden und Bietigheim in Überzahl agieren durfte schien die Partie ihren Lauf zu nehmen. Doch mit Mühe und Not, sowie einem an diesem Abend wieder überragenden Torwart Max Häberle retteten  die 09er den Rückstand in die Kabine.

Großartige Teamleistung nach der Pause

Trainer Richard Drewniak: „Es war ob der fragwürdigen Entscheidungen unheimlich schwer in das Spiel reinzukommen und es machte sich Unmut gegenüber den Schiris breit. Den Frust haben wir in der Pause aber in eine jetzt-erst-recht Mentalität umgewandelt und durch eine großartige Teamleistung das Spiel gedreht.“ Wie verwandelt kamen die Rhinos zurück aufs Eis und es dauerte nur elf Sekunden, ehe Graham Brulotte im Angriffsdrittel seinen kanadischen Partner Math Fleury zum Anschlusstreffer fand. Nun drückten die Rhinos und kamen dem Ausgleich immer näher, der in der 33. Minute fallen sollte. Maxim Engel übergab an der gegnerischen blauen Linie an Andy Mauderer, der in Arjen Robben-Manier von rechts in die Mitte zog und trocken vollendete. Mauderer hatte im Anschluss noch zwei weitere dicke Möglichkeiten, eine davon in Überzahl, nachdem sich Sebastian Ott zuvor in einer Prügeleinlage gegen zwei gefrustete Steelers behauptete, doch bis zur zweiten Pause blieb es beim 2:2.

Spannender Schlussabschnitt

Der Schlussabschnitt war nun nichts für schwache Nerven. Bietigheim nutzte die Pause um sich zu sortieren und hatten gleich zu Beginn Pech, als der Pfosten für Häberle rettete. Hin und her ging nun die Partie mit glücklicheren Rhinos in der 49. Minute, als Mauderer und Engel bei einem Konter mit dem Verteidiger und Torhüter Katz und Maus spielten und nach doppeltem Doppelpass durch Engel erstmals in Führung gingen. Bietigheim gab sich aber nicht auf und wieder trafen die Steelers nur Metall. Wie es besser geht zeigte in der 56. Minute Math Fleury, der wieder goldrichtig stand und einen abgewehrten Brulotte-Schuss zum 4:2 über die Linie bugsierte. Drei Minuten später bewies der 41-jährige Fleury Überblick und fand Maxim Engel, der freistehend im Slot mit dem 5:2 die Vorentscheidung erzielte. Bietigheim bewies bereits mehrfach, dass sie in der Lage sind in kurzer Zeit ein Spiel zu drehen und bis zum Schluss zu kämpfen. Beste Möglichkeit hierzu ergab ein Powerplay 106 Sekunden vor dem Ende. Mit sechs Feldspielern zugunsten des Torwarts versuchten die Steelers alles, doch die Rhinos warfen sich aufopferungsvoll in die Schüsse und Häberle hielt den verdienten Auswärtserfolg fest.