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Baden Rhinos: Heimsieg sichert Playoffs

Hügelsheim (am/cmk) Die Baden Rhinos haben ihren Kopf aus der Schlinge gezogen und nach einem unheimlich spannenden und umkämpften 3:2 Heimsieg über den EHC Zweibrücken im allerletzten Vorrundenspiel den Halbfinaleinzug perfekt gemacht.

Symbolbild: Baden Rhinos / Patrick Hubig

Kampfstarke Partie

In einem schnellen und intensiven, aber dennoch fair geführten Spiel hatten die Rhinos einen guten Start. Dennoch wurde es nach fünf Minuten gefährlich, als Michael Kick wegen Spielverzögerung in die Kühlbox geschickt wurde und die Hornets ihre gefährlichste Waffe auspacken durften – das Powerplay. 13 Sekunden später klingelte es auch schon, als Steven Brüstle seinen Schuss von der blauen Linie auf Max Häberle durchbringen, der den Puck nur prallen lassen und Daniel Radke im Nachsetzen zur Gästeführung einschieben konnte. Zwei Minuten später erhielten die Rhinos schon die nächste -diesmal umstrittene- Strafzeit wegen zu vieler Feldspieler auf dem Eis, als die Schiedsrichter die Wechselzone sehr kleinlich auslegten. Es drohte der nächste Rückschlag, doch diesmal hielt das Penaltykilling der Rhinos stand und die Panzertiere bliesen in der Folge zum Angriff.

Vachal bringt Rhinos in Führung

Bei ausgeglichener Spielstärke hatten die Rhinos im ersten Abschnitt Feldüberlegenheit, was sich in der 14. Minute auch auf der Anzeigetafel niederschlug. Dezemberneuzugang Momme Rickmers, der sich in den letzten Wochen zu einem äußerst zuverlässigen Verteidiger entwickelt hat, schlenzte die Scheibe von der blauen Linie aufs Tor und die Hartgummischeibe fand die Lücke durch Freund und Feind an Goalie Steven Teucke vorbei zum Ausgleich. Zwei Minuten später befanden sich die Rhinos erneut in Unterzahl, aber auch diesmal blockten die Unterzahlspieler die Schussversuche. In der 19. Minute sorgte Martin Vachal für die erste ESC-Führung, als sich der stabile Tscheche über die rechte Seite durchsetzte, seinen Körper geschickt gegen den Abwehrspieler einsetzte und vor das Tor zog, von wo er hoch ins kurze Eck abschloss.

Häberle hält ESC Hügelsheim im Spiel

Im Mittelabschnitt schlug das Pendel auf beide Seiten aus, verharrte in der 31. Minute aber bei den Gästen, die -natürlich in Überzahl- durch Maxi Dörr den erneuten Ausgleich erzielten, nachdem er von hinter dem Tor durch Dan Radeke bedient wurde und aus spitzem Winkel direkt abzog. Es folgte eine Phase, in der die Gäste die besseren Chancen hatten und Max Häberle, der wie sein Gegenüber eine bärenstarke Partie ablieferte, die Rhinos im Spiel hielt.

Ausverkaufter Hexenkessel

So stand es nach 40. Minuten weiter 2:2 unentschieden, viel spannender hätte das Schlussdrittel im ausverkauften Hexenkessel nicht beginnen können. Nun waren die Rhinos wieder präsenter unterwegs und Dan Radeke konnte Iven Rösch vier Minuten nach Wiederanpfiff nur durch ein Foul stoppen, was eine Strafzeit gegen den Topscorer der Hornets nach sich zog. Ganze sechs Sekunden dauerte es, ehe das Bully zu Denis Friedberger gewonnen wurde, der nach links zu Graham Brulotte passte und der Topscorer der Rhinos Höhe Bullypunkt einen Strich in den rechten Winkel jagte. Der Hexenkessel kochte über, doch noch waren 15 Minuten zu spielen und als Martin Vachal nach 49. Minuten eine 2+10 minütige Strafzeit erhielt, hieß es wieder Alarmstufe Rot. Wieder hielten Häberle & Co. dem Powerplay der Gäste stand, auch wenn der Puck mehrfach knapp am Pfosten vorbeipfiff.

Überzahl in letzter Minute

Es war nun der berühmte Ritt auf der Rasierklinge, denn die Uhr tickte für die Rhinos und Zweibrücken musste hinten irgendwann aufmachen, was den Rhinos einige Konterchancen einbrachte, Steven Teucke aber sensationell entschärfen und seine Farben im Spiel halten konnte. Als Tim Essig 78 Sekunden vor dem Ende für ein Vergehen bestraft wurde, spielten die Rhinos die restliche Zeit mit einem Feldspieler mehr auf dem Eis clever von der Uhr und feierten nach Schlusspfiff den Einzug in das Halbfinale.

Auswärts gegen Bietigheim

Dieses beginnt im best-of-three Modus am kommenden Wochenende. Zwei Gewinnspiele sind für den Einzug in das Finale notwendig. Die Baden Rhinos müssen zunächst auswärts am Sonntag, 24.02. um 18:00 Uhr in Bietigheim antreten. Das Rückspiel findet am Samstag, 02.03. um 19:30 Uhr am Baden Airpark statt. Sollte es zu einem dritten Entscheidungsspiel kommen, fände dies am Sonntag, 10.03. um 16:30 Uhr wieder in Bietigheim statt.