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Baden Rhinos: Heimsieg gegen den Topfavoriten aus Zweibrücken

Hügelsheim (am) Eine rundum gelungene Heimpremiere erlebte der ESC Hügelsheim am Samstagabend beim Topspiel gegen die Hornets aus Zweibrücken. Mit 7:4 (1:1/3:1/3:2) behaupteten sich die Nashörner gegen die favorisierten Stechtiere. Den rund 350 Fans in der nach Corona-Regeln ausverkauften Eisarena attestierte der Marketingbeauftragte Rainer Weinbrecht ein "vorbildliches Verhalten".

Foto: Patrick Hubig

Ausverkaufte Eisarena

Vom ersten Bully weg spiegelte sich die Handschrift des neuen ESC-Coaches Cedrick Duhamel auf dem Eis. Mit enormem Tempo drückten die Rhinos die Hornissen geradezu in die eigene Zone und ließen den Gästen keinen Raum zur Entfaltung. Der fleißige Tscheche Martin Vachal, der gut aufgelegte Mirco Majewski und Abwehrchef Philip Riessle hätten in den ersten sieben Minuten schon drei Tore erzielen können. Da kam den Hornets eine Hügelsheimer Strafzeit gerade recht um sich im Spiel anzumelden, doch der hartnäckig nachsetzende Iven Rösch zwang EHC-Goalie Konstantin Mayer zu einer Befreiungstat, die der Schlussmann gegen das Bein von Rösch und von dort kurios ins eigene Tor zur Nashorn-Führung bugsierte (9.). Tatsächlich brachte das andauernde Überzahlspiel die Gäste in Fahrt und nach Ablauf der Strafzeit traf Lukas Sawicki unbedrängt vor Max Häberle nach einem Bully zum Ausgleich (11.). Beide Mannschaften durften sich in der Folge nochmals in nummerischer Überlegenheit versuchen, egalisierten sich aber weitestgehend, was das Pausenremis rechtfertigte.

Baden Rhinos gehen schnell in Führung

Im Mitteldrittel legten die Rhinos erneut los wie die berühmte Feuerwehr. Jonathan Koch aus dem Gewühl (23.), der nicht gerade für das Toreschießen bekannte Neuzugang Dominik Dech in Überzahl aus dem Rückraum (25. "ich war beim Torjubel komplett überfordert") sowie der gedankenschnelle Kapitän Daniel Steinke in der 27. Minute, der die unsortierte Hornissenabwehr überlistete und in den rechten Winkel zum zwischenzeitlichen 4:1 abschloss. Den aufkeimenden Frust entlud Zweibrückens Cedrick Striepeke in einen harten Bandencheck, für den der Neuzugang aus Eppelheim zurecht mit einer Spieldauerstrafe belangt wurde. Das Schiedsrichtergespann ahndete in der Folge auf beiden Seiten kleinlich, was den Gästen in einer vier gegen drei Überzahl den Ausgleich durch Christian Werth (30.) einbrachte aber vor allem den Spielfluss im Mittelabschnitt fortan zerstörte.

Nashörner siegen 7:4

Mit 4:2 ging es in den Schlussakt, der die Fans für das Kommen belohnen sollte. Zuerst stachen die Hornets zu. Lukas Sawicki und Fabian Fellhauer egalisierten binnen 50 Sekunden (43.) zum 4:4. "Letztes Jahr noch wären wir nach dem Ausgleich eingebrochen und hätten 10:4 verloren. Doch heute glauben die Spieler an das was Ihnen der Trainer vorgibt und halten daran fest, auch wenn es Rückschläge gibt" lobte Sportvorstand Pascal Winkel seinen Trainer Cedrick Duhamel sowie das Team gleichermaßen. Und tatsächlich war von Resignation nichts zu sehen. Im Gegenteil. Jedes Nashorn machte einen Schritt mehr, zeigte noch mehr Einsatz und eroberten sich im Kollektiv die Spielführung zurück. Einem kurzen offenen Schlagabtausch ließ Björn Groß die neuerliche Führung folgen, als er seinen eigenen Abpraller aufnahm und den inzwischen eingewechselten Torhüter Steven Teucke mit der Rückhand überwand (49.). Nur 100 Sekunden später stand Simon Klemmer in Überzahl goldrichtig um aus spitzem Winkel nachzusetzen. Nun spielten sich die Rhinos in einen Rausch und rollten Angriff um Angriff auf das Hornissennest. Nach klasse Puckeroberung durch Arbeitsbiene Martin Vachal war erneut Kapitän Daniel Steinke zur Stelle und markierte per sattem Flachschuss ins lange Eck den Endstand in einem furiosen Eishockeyspiel.