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Symbolfoto: Baden Rhinos

Baden Rhinos gewinnen drittes Spiel in Folge

Hügelsheim (am) Die Baden Rhinos haben ihren Aufwärtstrend in der Eishockey-Regionalliga fortgesetzt. Am Samstagabend gewann der ESC Hügelsheim sein drittes Spiel in Folge in Mannheim gegen die Maddogs mit 7:2 (1:0/5:1/1:1) und hat sich nach diesem Sieg im oberen Tabellendrittel festgesetzt.

Geschicktes Spiel der Rhinos

Die ersten Minuten begannen beide Teams mit Respekt voreinander. Keine der beiden Mannschaften wollte in Rückstand geraten, so dass der erste Torschuss überhaupt erst nach drei Minuten auf den erneut sicheren Hügelsheimer Rückhalt Max Häberle abgefeuert wurde. Besser machten es die Rhinos auf der anderen Seite. Die neu formierte Sturmreihe um die beiden Kanadier Cedrick Duhamel und Graham Brulotte spielte geschickt die Scheibe zu Dennis Walther, der am langen Pfosten freistehend das 1:0 erzielte (5.). Danach hatten die Rhinos noch einige gute Möglichkeiten, schlugen daraus aber ebenso wenig Kapital wie die Gastgeber aus ihren wenigen aber gefährlichen Torchancen.

Mitteldrittel als Prunkstück

Das Mitteldrittel ist in dieser Saison so etwas wie das Prunkstück der Panzertiere vom Airpark. Auch in Mannheim schlug der Express gnadenlos zu. Eine Co.-Produktion der beiden Kanadier vollendete Graham Brulotte zum 2:0 (22.) ehe Mannheim nur 15 Sekunden später demonstrierte, dass Unachtsamkeiten heuer sofort bestraft werden. Christian Adamczak wurde freistehend angespielt und traf per Kunstschuss zum Anschluss. Doch dies sollte den ESC 09 an diesem Abend nicht weiter beeindrucken. Vom Bully weg stellte Cedrick Duhamel in bester Torjägermanier den Abstand wieder her (25.), den Dennis Friedberger nach feinem Schuss in den Winkel in Überzahl auf 4:1 ausbaute (32.). Dieser Rhythmus wurde beibehalten, denn weitere sechs Minuten später kopierte Duhamel seinen ersten Treffer zum 5:1. Kurios war das 6:1, welches eigentlich erst keines war. Die Rhinos agierten eine Minute vor der zweiten Drittelpause in Unterzahl. Andy Mauderer fing den Aufbaupass ab und bugsierte die Scheibe zu Christian Böcherer, dessen Schuss vom hinteren Torgestänge wieder auf die Spielfläche zurücksprang.

Dritter Sieg in Folge besiegelt

Die Spieler jubelten, doch die Schiedsrichter ließen das Spiel zunächst weiterlaufen bis die Sirene den nächsten Unterbruch ergab. Als beide Mannschaften schon auf dem Weg in die Kabinen waren berieten sich die vier Schiedsrichter und erklärten Böcherer‘s Treffer im Nachhinein für gültig. Nach der Eisaufbereitung wurde die Uhr auf den Zeitpunkt des „Phantomtors“ zurückgestellt und zunächst die verbleibenden Sekunden aus dem zweiten Drittel zu Ende gespielt, ehe die Seiten für den Schlussabschnitt gewechselt wurden. Andy Mauderer kommentierte die Szene mit einem Schmunzeln : „Der Puck war ganz klar im Tor, der Treffer zählte zurecht. Aber wie er letztlich gewertet wurde, das habe ich in meinen 20 Jahren die ich nun in dieser Liga spiele noch nie erlebt.“ Somit war die Messe vor dem letzten Drittel gelesen. Die Gäste verwalteten souverän den Vorsprung und erhöhten in Überzahl sogar zum 7:1 durch Noel Johnson. Moritz de Raaf traf zwar noch für die Maddogs, betrieb aber schlussendlich nur noch Ergebniskosmetik.