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Baden Rhinos bezwingen den EV Ravensburg

Hügelsheim (pm/cmk) Es war ein wichtiger Heimsieg für den ESC Hügelsheim. Am Samstagabend gewannen die Baden Rhinos vor 700 Zuschauern gegen den EV Ravensburg mit 6:3 (2:1/2:0/2:2) und zogen an den Oberschwaben vorbei auf den dritten Tabellenplatz.

Symbolbild: Patrick Hubig

Baden Rhinos mit dem besseren Start

Die Nashörner erwischten den besseren Start und hatten durch Graham Brulotte sogleich eine dicke Möglichkeit, der Kanadier verzog aber knapp neben den Pfosten. Nach vier Minuten brannte es zum ersten Mal vor dem Hügelsheimer Gehäuse. Goalie Constantin Haas stoppte hinter seinem Tor den Puck, der von seinem Schläger nach vorne prallte und um ein Haar zur Ravensburger Führung mutiert wäre. Diese folgte in der siebten Minute, als die Gäste mit der ersten Überzahl durch Steffen Kirsch erfolgreich waren. Die Antwort der Rhinos folgte prompt, doch für den Ausgleich benötigte es ebenfalls eine Überzahl, die Maxim Engel zum Ausgleich nutzte (13.). Vier Minuten später traf Lars White mit einem unglaublichen Hammer unter die Latte zur ersten Hügelsheimer Führung (17.).

Siegermentalität gezeigt

Im zweiten Drittel spielte sich vor allem ein Mann in den Fokus. Martin Vachal setzte in der 23. und 26. Minute unnachahmlich sein ganzes Können ein und schraubte das Ergebnis auf 4:1. Weitere Überzahlmöglichkeiten blieben jedoch ungenutzt, so dass es mit der gefährlichen Führung in die zweite Pause ging. “Wir waren 40 Minuten lang nicht wach genug. Erst im letzten Drittel haben wir die Siegermentalität gezeigt die es in Hügelsheim braucht, aber zwei einfache Fehler haben uns das Genick gebrochen” sagte Gästetrainer Martin Masak auf der anschließenden Pressekonferenz. Tatsächlich kam Ravensburg verändert aus der Kabine und es dauerte keine Minute, als Haas noch einen Alleingang entschärfen, aber der Rebound zum Anschlusstreffer führte (Fehr).

Spannend bis zur letzten Minute

Die Gäste machten weiter Druck und drückten auf den nächsten Treffer. Völlig freistehend kam Wenter im Slot an die Scheibe und erzielte das 4:3 (46.). ESC-Coach Richard Drewniak reagierte und nahm eine Auszeit um seine Mannschaft wachzurütteln. Mit Erfolg: Nur 16 Sekunden später luchste Topscorer Iven Rösch beim Forechecking einen Ravensburger Fehlpass beim Spielaufbau ab und vollendete mit der Rückhand zum 5:3. Nun waren die Rhinos wieder im Spiel und ein Geistesblitz von Graham Brulotte führte zum 6:3 Endstand (53.). Reaktionsschnell erkannte er, dass Ravensburg beim Wechseln einen Spieler zuviel auf dem Eis hatten, der Verteidiger deshalb nicht den Puck annehmen durfte ohne eine Strafe zu riskieren und Brulotte dadurch einen Konter ermöglichte den der Schnelle Stürmer eiskalt abschloss. Vier Minuten vor dem Ende setzte Ravensburg alles auf eine Karte und nahm bei einer doppelten Überzahl zusätzlich den Torwart zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Doch auch bei doppelter Spielstärke hielten Haas & Co den Kasten sauber und brachten den Heimsieg unter Dach und Fach.