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Symbolbild: Baden Rhinos

Baden Rhinos feiern erfolgreiches Wochenende

Hügelsheim (am) Ein fast perfektes Wochenende mit fünf von sechs möglichen Punkten legten die Baden Rhinos aus Hügelsheim hin. Am Freitagabend mühten sich die Rhinos in Freiburg zu einem 3:2 Erfolg nach Penaltyschießen. Genau 24 Stunden später folgte ein verdienter 4:3 Heimsieg gegen den bis dato ungeschlagenen Tabellenführer Ravensburg.

Rhinos taten sich im Breisgau schwer

Schwere Kost bekamen die mitgereisten Fans am Freitag präsentiert. Im Breisgau taten sich die Rhinos schwer, lagen nach anfänglichem Abtasten mit 0:1 (Jakob Rütschle, 6.) zurück und kamen erst spät im ersten Drittel zum Ausgleichstreffer durch Cedrick Duhamel. Im zweiten Abschnitt waren die Gäste noch präsenter und waren sich nach Christian Böcherer’s  Tor zum 2:1 (26.) wohl schon zu sicher, das Spiel gedreht zu haben. Zwar ergaben sich im Mittelabschnitt zahlreiche Überzahlmöglichkeiten, doch gefährlich waren nur die Wölfe bei eigenen Kontern. Bei einem dieser wurde Ex-Profi Tobias Bräuner regelwidrig gestoppt und erhielt einen Strafschuss. Diesen parierte Max Häberle noch blendend, nur zwei Minuten später war Bräuner aber doch zum 2:2 Pausenstand erfolgreich. Der Schlussabschnitt endete torlos. Graham Brulotte entschied das folgende Penaltyschießen und sicherte den Zusatzpunkt für seine Rhinos.

Halloween-Trikots beim Heimspiel

Eine scheinbar ausgewechselte Mannschaft wurde tags darauf den über 800 Zuschauern am Baden Airpark präsentiert, was nicht nur an den eigens aufgelegten Halloween-Trikots lag. In einem hochklassigen Spiel zwischen dem Herausforderer Hügelsheim und den unbesiegten Oberschwaben stellte Trainer Richard Drewniak seine Jungs taktisch blendend auf den schnellen Gegner ein. Im ersten Drittel gab es für die Gäste kaum ein Durchkommen und die Rhinos hätten die Führung verdient gehabt. Doch auch David Heckenberger im EVR-Tor verstand sein Handwerk und rettete den torlosen Pausenstand.

Schlussabschnitt in Überzahl

Dieser hielt bis zur 27. Minute Bestand. Tim Brenner drang über die rechte Seite in das Ravensburger Drittel ein und fand auf der anderen Seite Graham Brulotte der die umjubelte Führung erzielte. Diese hielt nur drei Minuten an, ehe Louis Delsor per Sonntagsschuss in den rechten Winkel Max Häberle keine Chance ließ. Doch die Rhinos blieben weiter am Drücker und wurden in der 36. Minute für ihren Einsatz belohnt, als Marvin Kammerdiener einen Querpass von Iven Rösch mit Glück und Geschick über die Linie bugsierte. Den Schlussabschnitt begannen die Rhinos in Überzahl und gerade als die Strafe abgelaufen war, setzte Dennis Walther einen Kunstschuss zum 3:1 unter die Latte.

Später Ausgleich der Gäste aus Ravensburg

Ravensburg war nun gefordert, kam aber gegen gut sortierte Rhinos nur selten zu guten Chancen. Sechs Minuten vor dem Ende setzte Gästetrainer Martin Masak alles auf eine Karte. Bei einer Überzahl nahm er seinen Keeper zugunsten eines sechsten Spielers vom Eis und wurde gegen vier Nashörner für das Risiko belohnt. Bernhard Leiprecht war durch einen verdeckten Schuss erfolgreich und eröffnete den Schlussspurt. Diesen gestalteten sich die Gäste selbst schwerer als nötig, denn Lubos Sekula erhielt eine Strafzeit und brachte sein Team in Unterzahl. Dennoch warf der Tabellenführer alles nach vorne und kam zum Schrecken der Fans tatsächlich durch Simon Heckenberger zum Ausgleich.

Spiel war “Werbung für das Eishockey”

Die Rhinos befanden sich aber weiterhin in Überzahl und wieder als die Strafzeit gerade abgelaufen war, fälschte Kapitän Christian Böcherer den Puck zum 4:3 ab. Die Halle stand nun völlig Kopf und trieben die Rhinos an, die letzten 161 Sekunden zu überstehen. Elf Sekunden vor dem Ende rettete Goalie Max Häberle sensationell im Spagat mit dem Schoner und hielt den Sieg fest. Vorstand Peter Seywald war nach dem Abpfiff überglücklich: „Spieler des Tages war heute das gesamte Team. Beide Mannschaften haben Werbung für das Eishockey gemacht. Für den Verein, die Mannschaft und die Fans war es ein toller Eishockeyabend.“