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Vorsätzlich 35 Verkehrsunfälle provoziert? Prozess gegen sechs Angeklagte in Baden-Baden

Baden-Baden (pm/cmk) Sechs Angeklagte aus Frankreich und Deutschland müssen sich ab Montag vor dem Schöffengericht Baden-Baden verantworten. Ihnen wird vorgeworfen, diverse Verkehrsunfälle herbeigeführt zu haben, um die Versicherungen zu betrügen.

Symbolbild: Fotolia

Diverse Unfälle herbeigeführt

Die sechs Angeklagten französischer und deutscher Herkunft sind im Alter zwischen 39 und 65 Jahren. Sie müssen sich vor dem Amtsgericht-Schöffengericht-Baden-Baden ab Montag wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und gewerbsmäßigen Betruges in zahlreichen Fällen verantworten. Den Angeklagten wird zur Last gelegt, in unterschiedlicher Besetzung insgesamt 35 Verkehrsunfälle vorsätzlich herbeigeführt zu haben, um betrügerisch Versicherungsleistungen in Anspruch nehmen zu können.

Mehrere Länder betroffen

Die “Unfälle” seien zwischen Januar 2009 und August 2012 in Österreich, in den Niederlanden, in Luxemburg, der Schweiz, in Liechtenstein, Belgien und Frankreich begangen worden, wobei die hochwertigen Fahrzeuge im Rahmen des Geschäftsmodells “Geldverdienen durch Verkehrsunfälle mit tachometrisch verjüngten Kraftfahrzeugen” auch schon mal in drei Unfälle am gleichen Tag verwickelt wurden.

42 Zeugen geladen

Im Tatzeitraum hatten mehrere der Angeklagten den Wohnsitz im Bereich Baden-Baden. Einige der Angeklagten sind teilgeständig. Nach Anklageerhebung vom 02.06.2016 legte das Schöffengericht die Akten der Großen Strafkammer des Landgerichts Baden-Baden vor, die aber eine Übernahme ablehnte. Das Gericht hat 42 Zeugen aus dem In- und Ausland zu der Hauptverhandlung geladen. Es sind sieben Fortsetzungstermine angesetzt, ein Urteil könnte demnach am 1. Juli 2019 fallen.