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Diese Stars liefen bei der “Sportler des Jahres”-Gala über den roten Teppich

Baden-Baden (dpa/cmk) Tennisspielerin Angelique Kerber, Triathlet Patrick Lange und das deutsche Eishockey-Nationalteam sind die "Sportler des Jahres" 2018. Das ist das Ergebnis einer Abstimmung von 1100 Sportjournalisten. Wimbledonsiegerin Kerber erhielt die Ehrung am Sonntagabend in Baden-Baden zum zweiten Mal nach 2016 und setzte sich nur äußerst knapp vor der ehemaligen Ausnahme-Bahnradsportlerin Kristina Vogel durch, die seit ihrem Unfall im Rollstuhl sitzt. Hawaii-Sieger Lange folgt auf den Nordischen Kombinierer Johannes Rydzek. Die Silbergewinner der Winterspiele von Pyeongchang sind die erste Eishockey-Mannschaft, die diese Auszeichnung erhält.

Foto: die neue welle

Vogel die Gewinnerin des Abends

Besonders emotional wurde es, als Tennisspielerin Angelique Kerber ihre Worte an Kristina Vogel richtete. Es war ihr wichtig, Kristina Vogel persönlich zu sagen, wie viel Respekt sie vor dem Lebensmut der querschnittsgelähmten Doppel-Olympiasiegerin hat. “Ich denke, heute gehört dir die Bühne”, sagte die 30-Jährige. Auch der “Sportler des Jahres”, Patrick Lange, meinte: “Es kann gar nicht genug gesagt werden, was Kristina Vogel für den Sport geleistet hat.”

Emotionale Botschaft vom Schwiegervater in spe

Über diese Laudatio freute sich Triathlon-Weltmeister Patrick Lange besonders. Der US-Amerikaner Mark Allen, der sechsmal auf Hawaii gesiegt hatte, lobte Lange in höchsten Tönen. “Mark ist mein absolutes Vorbild. Er ist eine sehr inspirierende Persönlichkeit”, sagte der “Sportler des Jahres”. Von seinem künftigen Schwiegervater bekam er auf der Leinwand zudem den Segen für die Ehe, seine Hochzeit kündigte Lange für den nächsten Sommer an. Noch im Ziel nach seinem zweiten Ironman-Triumph auf Hawaii hatte er seiner Freundin Julia Hofmann einen Heiratsantrag gemacht.

Erstmals ein Eishockeyteam die “Mannschaft des Jahres”

Am Tag der Gala stand noch ein Spieltag der Deutschen Eishockey-Liga an, am Dienstag und Mittwoch folgen bereits die nächsten Spiele. Dennoch genossen die Eishockey-Spieler die Party nach der Ehrung zumindest länger als etwa Angelique Kerber. “Man realisiert, dass man doch etwas Besonderes erreicht hat”, sagte Olympia-Kapitän Marcel Goc. Zu zehnt hatten die Silbergewinner auf der Bühne gestanden. Die Münchner Olympia-Zweiten kamen dafür zu spät, weil es Probleme bei der Anreise gab.

Die Eindrücke vom roten Teppich:

Fotos: die neue welle