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Baden-Badener Schwimmlehrer-Prozess: Verurteilter legt in letzter Minute Revision ein

Baden-Baden (as) Er hatte versucht, die Schuld abzuwälzen und nur das zugegeben, was sich ohnehin nicht mehr leugnen ließ: Im Baden-Badener Schwimmlehrerprozess um sexuellen Missbrauch von 40 kleinen Mädchen aus Baden-Baden, Kuppenheim und anderen Orten der Region gibt es doch noch kein Ende. Der Angeklagte hat Revision eingelegt - am letzten Tag der Frist dafür. Das bedeutet, dass das Urteil auf Rechtsfehler überprüft werden muss. Das lautete auf zwölf Jahre und Sicherungsverwahrung.

Foto: Aquilatin /pixabay

Angeklagter nutzt alle Rechtsmittel

Zwölf Jahren Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung war das Urteil des Landgerichts Baden-Baden für einen Schwimmlehrer, der etwa 40 seiner Schülerinnen sexuell missbraucht, bedroht und mit einer Unterwasserkamera teils gefilmt hat. Von Reue war in dem Prozess lange nichts zu merken – im Gegenteil. Der Mann wollte seinem Chef anhängen, ihn weiter zu seinen abscheulichen Taten erpresst zu haben. Die Beweise sah der Richter aber als erdrückend an. Jetzt  hat der verurteilte Schwimmlehrer Revision gegen das Urteil eingelegt. Die ist laut Staatsanwaltschaft am letzten Tag der Frist dafür eingegangen. Jetzt muss das Landgericht dem Angeklagten innerhalb von fünf Wochen die schriftliche Urteilsbegründung zukommen lassen. Sein Anwalt hat dann vier Wochen Zeit, das Urteil auf Rechtsfehler zu überprüfen. Der Bundesgerichtshof müsste dann die Revision zulassen. So lange kommen die betroffenen Familien weiter nicht zur Ruhe.