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Abi-Prüfung in Gemeinschaftskunde wird am Freitag im Südwesten wiederholt

Stuttgart (dpa/cmk) Es ist wohl der Alptraum eines jeden Abiturienten, während der Prüfung festzustellen, dass der Stoff zum Teil gar nicht wirklich im Unterricht behandelt wurde. So erging es offenbar den Schülern im Südwesten beim Fach Gemeinschaftskunde. Schon am Freitag, den 17. Mai, wird die Prüfung an Gymnasien im Südwesten wiederholt.

Symbolbild: Pixabay

Pflichtstoff aus dem Bildungsplan

Beim Abitur im Südwesten ist es zu einer Panne im Fach Gemeinschaftskunde gekommen. Die Prüfung soll an 130 Gymnasien wiederholt werden, im Südwesten ist der Wiederholungstermin bereits am Freitag (17. Mai). Von insgesamt 2.078 Schülern haben sich 109 für den Nachtermin entschieden. In einer Teilaufgabe sei ein Thema vorausgesetzt worden, das nach Angaben des Kultusministeriums viele Lehrer nicht im Unterricht behandelt hatten. Dabei habe es sich aber um Pflichtstoff aus dem Bildungsplan gehandelt. 

Abiturienten hatten die Wahl

Die betroffenen Abiturienten mussten sich innerhalb von 24 Stunden entscheiden, ob sie den angebotenen Wiederholungstermin annehmen oder ohne Kenntnis ihrer Note die Prüfung akzeptieren. Eine Ministeriumssprecherin kündigte an, man werde der Frage nachgehen, warum dieser verpflichtende Teil des Bildungsplans den Schülern nicht vermittelt worden sei. Das sei nicht nachvollziehbar.

Erstmals Aufgaben per USB-Sticks verteilt

Anfang Mai hatte das Ministerium eine reibungslosen Start der Abiturprüfungen an den allgemeinbildenden Gymnasien verkündet. Dabei ging es vor allem um die Ausgabe der Abituraufgaben mit Hilfe von USB-Sticks. Bisher waren die Aufgaben bereits gedruckt verschickt worden. Nach zwei Einbrüchen in Gymnasien 2017 im Stuttgarter Stadtteil Weilimdorf und 2018 im niedersächsischen Goslar hatte Baden-Württemberg – wie die anderen Bundesländer auch – das Verfahren für die Hauptfächer umgestellt.